Glasscherbenwelten
hinter meinem Aug gefriert das
Eismeer zu mehr und Meereis; Glasscherbenwelten
klirren ruhelos still macht Geräusch der stumme Ton in
meinem Ohr ein Riss knirscht innerhalb der Muschelgrenzen
früher Morgen, früher Reif, der auf den Wellen liegt, die sich aneinander
frieren, zu frühreif geworden im Kleinkindalter an der Morgenreife festgefroren
windig ist der Sturm bläst mir durch Haaresbreiten und Hirnwindungen ich
schreie lautlos es ist ein Schrei der Liebe und kann den
Schmerzensruf nicht hören er schlummert
in meinsamer Kehle ohne Hauch
– Glasscherbenwelten –
schnitt sich die Seele ins nicht vorhandene Fleisch und blutete aus
es gab keinen Tropfen nur Verhaltensstörung... so bleibt die luftige Sicht einer tausendfachen Splitterung im Fall der freien Zerbrechung ich sehne mich
entzwei aus tausendundeiner Nacht heraus in den Sinn meiner
Träume hinein, dass ich zerklirre in endliche
Spiegelaugen erblicken unendliche
Glasscherbenwelten
2005