Mittwoch, 2. November 2011

vakuum

vakuum
(für crystal)

ich zwinker dem mond und der sonne zu
und flüster dabei meine namen.
ich finde am tag vor mir selbst keine ruh
und höre die tosenden flammen.
ich weiß, dass ich liebe. ich weiß, dass ich bin.
heut gingst du von mir in die ferne.
ich sehne mich nach dir und richte den sinn
zur sonne, zum mond, in die sterne.

mein ziel ist die dunkle unendlichkeit
dort droben, die nähe der brüder.
ich fühle nicht mehr die verlassenheit
und löse mich auf immer wieder.
verzaubre mich glitzernd und fliehe hinfort
und sterbe und bin nicht mehr hier.
ich fliege und fliege hinweg von dem ort.
die schwärze der nacht ist die tür.

ich öffne sie, schwebe ins dunkle azur
und fühle nicht mehr meine beine.
verhallt in den sternen der teuersten schwur:
verlasse mich nicht, meine kleine!
ich drifte. ich kalte. ich fühle das nicht
und bin selbst ein vakuum traum.
bin eise. bin schneefrostes polare schicht
- vertrautheit – in einsamem raum.

1994